Rettungshundestaffel übt die Suche nach Vermissten im See

Abwechslungsreicher Tag für die Wasserwacht OG Dillingen am Ammersee

Samstag, 21. Aug. 2010 - Herrsching und Riederau am Ammersee

Im Rahmen der Unterstützung der Wasserwacht am Ammersee fuhr die Ortsgruppe Dillingen wieder für ein Wochenende mit zehn Rettungsschwimmern und Bootsführern nach Riederau in das dortige Strandbad zum Wachdienst. Mit dabei war auch eines der Hochwasserboot um auf dem größeren Gewässer zu üben.

 

v.l.n.r.: Hundeführerin Moni, Suchhund Gioia, Hundeführerin Kathrin, Bootsführer Michael und Kevin

Ganz besondere Fahrgäste kamen an Bord des Dillinger Rettungsteams. Die Rettungshundestaffel München war in Herrsching zu Gast, da die Vierbeiner derzeit für den Einsatz auf dem Wasser ausgebildet werden. Zu diesem Zweck reist die Gruppe jedes Wochenende an einen anderen See, um mit den Hunden zu trainieren. „Bislang haben wir uns auf Flächen- und Trümmerrettung spezialisiert, jetzt wollen wir uns breiter aufstellen“, erklärt Domino, Leiterin des Teams. Bei der Übung wird ein Kleidungsstück im See versenkt, die Position per Satellitennavigation (GPS) markiert – ohne dass der jeweilige Hundeführer weiß, wo genau. Danach kommen Mensch und Tier an Bord, das Schiff nähert sich dem Suchgebiet, der Hund nimmt Witterung auf. Je nach dem, wann und wo der Hund zu bellen beginnt, werden die Punkte per GPS markiert und so der Fundort eingekreist. „Das funktioniert überraschend präzise“, stellten unsere Bootsführer erstaunt fest. „Dabei haben wir erst Anfang des Jahres mit dem Training begonnen“, ergänzten die Hundeführerinnen. Noch im Herbst sollen die Tiere ihre anspruchsvolle Prüfung ablegen.

Für die Dillinger Bootsführer war das eine  besondere Herausforderung, da aus unseren heimatlichen Baggerseen das Fahren von z. B. geraden Suchlinien nicht das große Problem darstellt, da auf beiden Uferseiten Anhaltspunkte zu erkennen sind, was am Ammersee nicht mehr so funktioniert. Die Bootsbesatzung musste somit lernen, mit den GPS-Geräten möglichst genau fahren, um die höchstmögliche Genauigkeit im Suchgebiet zu gewährleisten.

Im Ernstfall hängt von diesem genauen Zusammenspiel von Mensch, Tier und Technik das Leben eines Verunglückten ab. Diese für alle anstrengende Übung endete nicht nur mit einem kleinen Sonnenbrand, sondern auch mit der Erkenntnis, dass Retten sehr, sehr oft geübt werden muss und aber auch Erfüllung bringt. So ist ja auch das Motto der Wasserwacht: Aus Spaß an Sport und Freude am Helfen.


Zur Fotogalerie





Veröffentlicht am:
15:43:05 28.08.2010 von Riess




Du bist der 13321. Besucher